Samstag, 29. August 2009

#3

nachdem ich es die letzten tage trotz guter vorsätze nie geschafft hab etwas neues auf diese schöne seite zu schreiben hab ich mir für heute vorgenommen wenigstens einige bilder hochzuladen bevor ich wieder ins bett falle und wie ein stein schlafe...
seit meinem letzten post hab ich hier schon wieder so einiges erlebt. am vergangenen wochenende war ich mit einer bunt gemischten truppe von austauschstudenten auf einem zweitägigen ausflug. am samstag waren wir in einem hochseilgarten, was mir sehr viel spaß gemacht hat. besonders lustig waren die fragen und antworten während der sicherheitsunterweisung, die selbstverständlich auf französisch abgehalten wurde. abends haben wir dann gemeinsam ein paar bier (sollte jemand von euch mal in die verlegenheit kommen französisches bier kaufen zu müssen; kronenbourg ist erträglich) auf einem platz des kleinen städtchens getrunken, in dem sich unsere jugendherrberge befand. wie schon einige abende zuvor festgestell, ging das französischreden mit jedem bier immer besser...


auch der sprachkurs selbst macht weiterhin viel spaß. allerdings bin ich bisher überhaupt nicht dazu gekommen abends eine kleine wiederholung des tagsüber gelernten zu machen. das ist schade, weil sich der lerneffekt dadurch sicherlich deutlich erhöhen ließe...ich komme hier aber irgendwie zu nichts, die zeit wie im flug vergeht.

überhaupt musste ich mich und meinen tagesablauf den gegebenheiten hier etwas anpassen um den harten erasmusalltag überhaupt bestehen zu können. um morgens allerspätestens um 0829 uhr in der mensa zum frühstück aufschlagen zu können (schon einige sekunden verspätung führen dazu, dass einem die ausgesprochen unfreundlichen mensadamen das frühstück versagen) und abends trotzdem lange unterwegs sein zu können, habe ich nun einen ca. einstündigen mittagsschlaf eingeführt. hinzu kommen noch einmal ca. 30minuten dösen zwischen den beiden unterrichtseinheiten (erste von 0900 bis 1230, zweite von 1400 bis 1530). was hier auch viel zeit kostet bzw. den ganzen tagesablauf stark beeinflusst, ist das essen. da ich gezwungen bin drei mahlzeiten am tag zu bezahlen, muss ich zu bestimmten uhrzeiten immer auf dem campus sein. das essen selbst ist übrigens weniger grauenhaft als befürchtet, ist aber trotzdem schlechter als die karlsruher mensa...

vielen dank übrigens auch für die glückwünsche! ein witziges gefühl war es, als ich am mittwoch zum abendessen kam und ca. 100 leute angefangen haben happy birthday zu singen...abends war ich dann mit ungefähr 30 von ihnen ein zum feiern in der stadt. nach dem besuch einer bar haben wir den abend auf einem der vielen party/bar-boote auf der rhone ausklingen lassen.

damit ihr eine genauere vorstellung davon bekommen wie es hier überhaupt aussieht folgen nun einige bilder..

der blick aus meinem fenster zu einer der bisher wenigen grauen stunden in lyon

eines der wohnheime bei nacht. ich wohne im sechsten stock...


der blick auf den "frühstückstisch" von heute morgen. zu sehen sind außerdem meine beiden appartementmitbewohner felix (deutscher) und fabian (österreicher).

was auch immer wieder eine große freude bereitet, ist das waschen bzw. das wäschetrocknen. im sommer mag das mit den ganzen klamotten im zimmer ja noch einigermaßen klappen, ich will aber eigentlich gar nicht wissen, wie das im winter wird...


nachdem ich heute zum ersten mal in lyon so richtig ausgeschlafen habe, war ich mit einem finnen (arto), mit dem ich bisher schon einiges unternommen habe, und einer brasilianerin (andrea) auf touritour in der stadt unterwegs. inzwischen habe ich einen groben überblick über die stadt gewonnen und meine zu wissen, wo es schön und wo es weniger schön ist... zu sehen sind einmal arto und andrea, sowie das rathaus von vorne und hinten. ich habe übrigens vor mir demnächst einmal ein richtiges stativ zu kaufen, da hier nachts sehr viele gebäude hübsch beleuchtet sind...vielleicht gibt es dann mal ein paar etwas ansehnlichere bilder von der stadt.





Freitag, 21. August 2009

#2















wie man sieht kann kann man auch mit schrott jede menge spaß haben. diese wunderschöne kloschüssel haben wir gestern gefunden als wir auf der suche nach dem "office des relations internationales" waren.



ebenfalls auf dem weg zu besagtem büro haben wir eine von vielen fahrradleichen gefunden, von denen mir diese am besten gefallen hat...


















auf der suche nach einem geschäft, bei dem man flip-flops kaufen kann, kamen wir unter anderem in einen intersport, wo man die diese wunderschöne und einfach einmalig in der hand liegende boul-kugel erstehen kann...ein wahres schnäppchen! flip-flops gab's leider auch da nicht "je suis désolé, nous n'avons plus de flipflop...c'est à cause de la canicule"

-->dict.leo.org: c'est la canicule = es herrscht eine affenhitze























heute morgen ist mein kurs ins "musée de la soi" gefahren, wo uns eine frau eine stunde lang etwas über die geschichte der seidenverarbeitung erzählt hat. das war ansich sehr interessant, wegen der vielen unbekannten vokabeln aber auch wirklich anstrengend. in dem museum werden auch heute noch handgewebte seidenstoffe hergestellt, größtenteils für königshäuser und kirchen. ein meter des fotografierten stoffes kostet ganz geschmeidige 2000€. dazu muss man wissen, das ein geübter arbeiter auch nur bis zu 20cm am tag schafft...

samstag und sonntag werd ich hier mit einer gruppe von austauschstudenten eine runde "accrobranche" betreiben. die etwas unverständliche erklärung hat an einen hochseilgarten erinnert...ich bin also sehr gespannt, was mich tatsächlich erwartet.

wie das mit dem layout hier funktioniert hab ich leider noh immer nicht raus...daher noch schnell ein foto ans ende.
von gestern auf heute hatte ich gleich meinen ersten besuch aus deutschland in lyon. ich hab mit roman und dominik ganz kuschelig zu dritte in meinem zimmerchen geschlafen. zum glück hatten die zwei, die in den letzen tagen schon etwas übung im wildcampen gesammelt haben, ihre feldbetten dabei. solltet ihr (roman&dominik) das hier nochmal lesen, vielen dank noch einmal für den gepäckservice!!! wünsch euch noch einen lustigen europa-trip.

Montag, 17. August 2009

erste impressionen...









also, hallo zusammen. ich bin nun seit samstag nachmittag im schönen frankreich und hab beschlossen statt irgendwelcher langen rundmails einfach ab und zu einige fotos hier hochzuladen und zwei drei (voraussichtlich wenig sortierte)worte dazu zu schreiben. wie das mit der bloggerei richtig funktioniert werd ich in den nächsten wochen hoffentlich auch noch herausfinden...




zu meiner aktuellen "lebenssituation":
ich wohn auf dem campus der wirklich unfassbar hässlichen insa lyon, im sechsten stock von einem der vielen wohnheime hier. abgesehn von der residence in der ich zur zeit wohn ist der campus aber noch komplett menschenleer. während des vierwöchigen sprachkurses wohne ich mit zwei anderen deutschen in einem mini appartement.
während der nächsten wochen habe ich nun also je 5 stunden französischunterricht am tag und kann ab dem späten nachmittag selbst etwas unternhemen. bei dem kurs, dem ich zugeteilt worden bin, habe ich übrigens glück gehabt. unter den zehn teilnehmern sind gleich zehn nationalitäten vertreten. vom chilenen, polen, us-amerikaner, brasilianer,... bis hin zum finnen ist alles dabei. rundum also eine bunte und lustige gruppe.

auf den fotos zu sehen sind:
  • ein auto, dessen reifen auf mysteriöse art und weise abhanden gekommen sind. das bild spiegelt recht schön meinen gesamteindruck des campus wider. Jede menge beton, viel müll, totes grün,...
  • der blick von der einen auf die nächste fussgängerbrücke der saône. die innenstadt selbst ist im gegensatz zum campus eigentlich ganz schön anzusehen und es leben tatsächlich menschen dort.
  • ein mülleimer in der nähe meiner unterkunft auf dem campus, bei dem der müll wie überall einfach durch die tüte fällt. aber immerhin gibt es draußen einige wenige mülleimer, in der residence haben wir noch keinen einzige gesichtet...
  • als letztes noch ein bild von einer véloVstation. nach einer registrierung kann man hier an einer von wirklich vielen stationen ein rad ausleihen und damit kostenlos 30min durch die gegend sausen. sehr praktisch also, weil andere / eigene räder in lyon wohl nicht lange an dem ort stehen bleiben wo man sie angeschlossen hat. um hier vom campus in die stadt zu radeln braucht man je nach fitness gute 20min...
  • als letztes müsste eigentlich noch ein foto von einem thermometer zu sehen sein. am samstag hatten wir hier brütende 36 grad

für den fall, dass sich das nun alles etwas düster anhört: mir geht's trotz der wirklich beschissenen umgebung auf dem campus gut und ich hab viel spaß dabei jeden tag neue leute kennen zu lernen...und das mit dem französisch klappt auch ganz in ordnung, zur not unter zuhilfenahme von händen und füßen